Nach Kritik an Aussage des Ehemannes: EDA stellt sich hinter Botschafterin in Senegal

Die Schweizer Botschafterin Marion Weichelt Krupski wurde nach umstrittenen Aussagen ihres Ehemanns vom senegalesischen Staat einbestellt. Der Bund sichert ihr seine volle Unterstützung zu.

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Marion Weichelt Krupski an einem Besuch in der Schweiz 2019. (Archivbild)

Marion Weichelt Krupski an einem Besuch in der Schweiz 2019. (Archivbild)

Markus Zwyssig

(sku) Weil ihr Ehemann sich über das Benehmen zweier reicher Jugendlicher aus Kamerun ausliess, bestellte der afrikanische Staat Senegal die Schweizer Botschafterin Marion Weichelt Krupski nach Dakar ein. Wie verschiedene Medien am Freitag berichteten, waren die auf Deutsch verfassten Äusserungen für den Aussenminister von Senegal «inakzeptabel». Nicht nur Botschafterinnen und Botschafter, sondern auch deren Familie müssten sich an die Grundsätze der Höflichkeit und der Nicht-Einmischung halten, liess die Regierung Senegals verlauten.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte auf Anfrage von CH Media mit, die Reaktion Senegals zur Kenntnis genommen zu haben. Die Aussagen von Weichelts Ehemann seien aber privat verfasst worden und würden sich daher nicht auf die Arbeit des EDA oder die Schweizer Aussenpolitik beziehen. «Botschafterin Weichelt geniesst die volle Unterstützung des EDA», heisst es weiter. Der Austausch des senegalesischen Aussenministeriums mit Botschafterin Weichelt sei zudem konstruktiv verlaufen. Das EDA ist überzeugt, dass die «ausgezeichneten» Beziehungen zwischen der Schweiz und Senegal durch diesen Vorfall nicht beeinträchtigt werden.