Nationalräte wollen die Verlagerungspolitik durch die Krise retten

Die Wirtschaftlichkeit des alpenquerenden Netzwerks sei durch die Coronakrise gefährdet, warnt die nationalrätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. Es brauche Geld vom Bund.

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Die Coronakrise stellt die schweizerischen Verlagerungspolitik in Frage.

Die Coronakrise stellt die schweizerischen Verlagerungspolitik in Frage.

Keystone

(wap) Der Bundesrat soll die Beiträge für den kombinierten Güterverkehr dieses Jahr voll ausschöpfen, auch wenn die Anzahl Züge und Sendungen krisenbedingt stark gesunken ist. Diese Forderung hat die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats am Mittwoch in einer Kommissionsmotion erhoben. Es gehe nun darum, den Erfolg der schweizerischen Verlagerungspolitik zu sichern, denn in der aktuellen Krise sei dieser in Gefahr. Grund dafür seien die tiefen Treibstoffpreise und der generelle Rückgang des Verkehrs während der Krise.

Die Bundesgelder sollen nun auf die wenigen verbleibenden Züge und Sendungen verteilt werden. Diese Massnahme sei budgetneutral und stütze die Verkehrsnetzwerke. Dafür soll das Gesetz angepasst werden. Dieses schreibt vor, dass die durchschnittliche Abgeltung pro Sendung jedes Jahr sinken muss. Diese Regelung soll nach dem Willen der Kommission für zwei Jahre ausgesetzt werden.