«Nicht dringende Eingriffe verschieben»: Gesellschaft für Intensivmedizin schlägt Alarm

Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) ruft dazu auf, nicht dringende Eingriffe und Behandlungen in den Spitälern jetzt zu verschieben.

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Die Intensivbetten in den Spitälern könnten in gewissen Regionen bald ausgelastet sein.

Die Intensivbetten in den Spitälern könnten in gewissen Regionen bald ausgelastet sein.

Keystone

(agl) Die Anzahl der Hospitalisationen von Coronapatienten steigt zurzeit stark an. In den letzten beiden Tagen wurden über 500 Personen mit dem Virus ins Spital eingeliefert. «Dadurch werden die verfügbaren intensivmedizinischen Kapazitäten in gewissen Regionen der Schweiz in wenigen Tagen ausgelastet sein», schreibt die SGI in einer Mitteilung. Nur durch die Verschiebung von nicht dringenden Operationen und Behandlungen könne sichergestellt werden, dass alle Patientinnen und Patienten, deren Leben durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall bedroht ist, auf den Intensivstationen behandelt werden können.

Weiter bittet die SGI insbesondere diejenigen Personen, die durch das neue Coronavirus besonders gefährdet sind, «sich im Rahmen einer Patientenverfügung Gedanken dazu machen, ob sie im Falle einer schweren Erkrankung lebensverlängernde Massnahmen erhalten möchten oder nicht.» Dies würde sowohl die Angehörigen, als auch die Intensivstationen unterstützen.