Nun setzen auch Zentralschweizer Kantone auf die Maskenpflicht

Nach Schwyz verschärfen nun auch die Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden ihre Massnahmen gegen das Coronavirus. Eine einheitliche Regelung der Maskenpflicht gibt es nicht. Und ein Kanton wartet ab.

Drucken
Teilen
Die Maskenpflicht wird nun auch in der Innerschweiz ausgeweitet – die Regeln unterscheiden sich aber von Kanton zu Kanton. (Symbolbild)

Die Maskenpflicht wird nun auch in der Innerschweiz ausgeweitet – die Regeln unterscheiden sich aber von Kanton zu Kanton. (Symbolbild)

Keystone

(wap/sat) Wie erwartet gilt ab Samstag in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen in Luzern eine Maskenpflicht. Betroffen sind Läden, Poststellen, Banken, kulturelle und religiöse Einrichtungen und Verwaltungsgebäude. Diese Verschärfung der Schutzmassnahmen teilte der Kanton Luzern am Freitag mit. Im Gastgewerbe gilt zudem für das Personal neu eine Maskenpflicht – ebenso in Clubs, Bars und Tanzlokalen. Auch an Märkten herrscht ab Samstag Maskenpflicht.

Eine Ausnahme gibt es einzig für Sporteinrichtungen – dies jedoch unter der Bedingung, dass der Abstand sichergestellt werden kann. Als weitere Massnahme will der Kanton Luzern sein Drive-in-Testzentrum wieder reaktivieren.

Einen ähnlichen Weg wie Luzern schlägt der Kanton Obwalden ein: Hier gilt die Maskenpflicht für öffentlich zugängliche Innenräume ab Montag, wie die Kantonsregierung ebenfalls am Freitag mitteilte. Auch Märkte im Freien sind vom Obwaldner Maskenobligatorium betroffen, nicht aber die Trainingsbereiche von Sport- und Fitnesszentren.

Uri wartet ab – und empfiehlt wieder Home-Office

Der Kanton Nidwalden setzt derweil auf einen Zweistufenplan, wie die Regierung am Freitag mitteilte. In öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Verkaufslokalen, Postschaltern, Kinos oder Gotteshäusern gilt dabei eine «situative Maskenpflicht». Das heisst, Hygienemasken sind obligatorisch, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dieselbe Regelung gilt für öffentliche und private Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern und für Gastrobetriebe, in denen im Stehen konsumiert wird.

Für Veranstaltungen im Kanton Nidwalden mit mehr als 50 Teilnehmenden gilt die Maskenpflicht ab Montag dagegen unter allen Umständen. Ebenso für Dienstleistungen mit engem Kontakt wie Coiffeursalons oder Massagestudios.

Keine neuen Schutzmassnahmen gibt es dagegen vorerst im Kanton Uri. In einer Mitteilung vom Freitag spricht der Urner Regierungsrat jedoch wieder eine offizielle Home-Office-Empfehlung aus.

Schwyz hat schon verschärft – und Contact Tracing reorganisiert

Bereits reagiert und die Schutzmassnahmen verschärft hat diese Woche dagegen der Kanton Schwyz. Am Dienstag beschloss der Regierungsrat eine ab Freitag gültige Maskenpflicht bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen. Ansonsten gilt diese nur, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können. Ebenfalls gilt im Kanton Schwyz ab Freitag die Maskenpflicht auch in Gastronomiebetrieben sowie Bars, Discos und Clubs sowie in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Läden, Postschaltern, Kinos oder Gotteshäusern – sofern die Abstände nicht eingehalten werden können.

Tags zuvor hatte die Schwyzer Regierung bereits das Contact Tracing aufgrund stark steigender Zahlen angepasst. So müssen seit Montag in dem Zentralschweizer Kanton Infizierte Personen, mit denen sie zuvor Kontakt hatten, neu selber über ihre Ansteckung informieren.