Ostschweizer Kantone sprechen sich gegen Maskenpflicht für Geschäfte aus

Weiter wie bisher: Die Gesundheitsdirektoren der Ostschweizer Kantone lehnen zusätzliche Coronamassnahmen derzeit ab. Eine Maskenpflicht in Geschäften und eine Obergrenze für Clubs kommen für sie nicht in Frage.

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Es bleibt weiterhin einzig bei der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr: Zwei Frauen tragen Schutzmasken in einem Bus der Verkehrsbetriebe St.Gallen

Es bleibt weiterhin einzig bei der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr: Zwei Frauen tragen Schutzmasken in einem Bus der Verkehrsbetriebe St.Gallen

Bild: Benjamin Manser

(dar/rwa) Die Coronavirus-Fallzahlen sind in den Ostschweizer Kantonen aktuell auf einem relativ tiefen und weitgehend stabilen Niveau von sieben Fälle pro 100'000 Einwohner über die letzten sieben Tage. Zum Vergleich: Schweizweit gibt es 12 Fälle pro 100'000 Einwohner. Einzig der Kanton Schaffhausen hatte in den letzten Tagen einen stärkeren Anstieg zu verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund erachten die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein weitere flächendeckende Massnahmen momentan als nicht erforderlich, wie sie am Donnerstag bekanntgaben.

Mehr Sorgen bereiten Rückkehrer

Die Kantone sehen deshalb auch keine Notwendigkeit, eine Obergrenze von 100 Personen in Bars, Clubs oder Diskotheken oder eine generelle Maskentragpflicht in Verkaufsgeschäften einzuführen – wie das der Vorstand der GDK Schweiz bei steigenden Fallzahlen empfohlen hatte. Die Empfehlung, eine Ausweispflicht in Clubs einzuführen, gilt hingegen auch in einigen Ostschweizer Kantonen.

Sorgen bereiten den Gesundheitsdirektoren in der Ostschweiz die Rückkehrer aus Staaten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Diese Personen müssen sich bei den kantonalen Behörden melden und für zehn Tage in Quarantäne. Die Einhaltung der Quarantäne wird mit Stichproben kontrolliert. Mehrere Ostschweizer Kantone machen die Rückkehrer mit eigenen Kampagnen auf die Bestimmungen aufmerksam.