Polizei setzt Gummischrot bei unbewilligter Demo «gegen Mythos Schweiz» in Bern ein

Am Nationalfeiertag stand die Kantonspolizei Bern in der Berner Innenstadt wegen einer unbewilligten Kundgebung im Einsatz. Nachdem Vermummte ein Gebäude mit Farbe bewarfen, setzte die Polizei Gummischrot ein.

Drucken
Teilen
Gemäss einem Communiqué auf Barrikade.info fanden sich am Samstag etwa 300 Personen zu einer Kundgebung «gegen den Mythos Schweiz» in Bern zusammen.

Gemäss einem Communiqué auf Barrikade.info fanden sich am Samstag etwa 300 Personen zu einer Kundgebung «gegen den Mythos Schweiz» in Bern zusammen.

Barrikade.info

(dpo) Am Samstag, 1. August, haben sich gegen 16 Uhr beim Bahnhof Bern teilweise vermummte Personen zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt, wie die Kantonspolizei Bern am Sonntag mitteilt. Zuvor haben linke Kreise unter dem Motto «smash states and nations», zu Deutsch etwa «zerschlägt Staaten und Nationen», zur Demonstration «gegen den Mythos Schweiz» aufgerufen, wie einem Communiqué auf der Online-Plattform Barrikade.info zu entnehmen ist.

In der Folge zogen die Demonstrierenden gemäss der Kantonspolizei quer durch die Berner Innenstadt und zündeten mehrfach Feuerwerkskörper. Zudem sei es zwischenzeitig zu Verkehrsbehinderungen gekommen.

Auf Höhe Kleeplatz lösten sich mehrere Vermummte aus dem Umzug heraus und warfen mit Farbe gefüllte Gläser gegen das Amthaus. Die Polizisten setzten laut eigenen Angaben kurzzeitig Gummischrot ein, um weitere Sachbeschädigungen zu verhindern und die Personen zurückzudrängen. Nach aktuellem Kenntnisstand sei niemand verletzt worden, so die Kantonspolizei weiter. Die Vermummten kehrten daraufhin in den Umzug zurück, welcher sich schliesslich gegen 17.30 Uhr in die Reitschule begab.