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Proteste gegen Corona-Massnahmen in Bern, St.Gallen und Zürich – Demonstrierende uneinsichtig

Am Samstag trafen sich in Bern und St.Gallen insgesamt mehrere 100 Personen zu Protesten gegen die Corona-Massnahmen. In Bern musste die Polizei den Bärenplatz räumen, nachdem Gespräche nichts halfen.

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Die Polizei versuchte in Bern, die Demonstration vom Bundesplatz fernzuhalten.

Die Polizei versuchte in Bern, die Demonstration vom Bundesplatz fernzuhalten.

Bild: Keystone

(agl) In Bern versammelten sich gemäss der Zeitung «Der Bund» über hundert Personen auf dem Bärenplatz und dem oberen Waisenhausplatz zu Protesten. Die Kantonspolizei Bern war mit einem Grossaufgebot vor Ort und versuchte zunächst, die Gruppen in Gesprächen zum Gehen aufzufordern.

Dies sei jedoch mit Pfiffen quittiert worden, schreibt die Polizei weiter. Das gehe nicht, wer die Vorschriften missachte, müsse mit Massnahmen rechnen. «Wir sind dabei, den Bärenplatz zu räumen, nachdem Gespräche nichts brachten und die Einsicht fehlte», heisst es wenig später. Da die Räumung einige Zeit dauern könnte, würden die Polizeibeamten teilweise Masken tragen, so die Polizei weiter.

St.Gallen: 12 Personen müssen mit Anzeige rechnen

Auch in St.Gallen kam es am Samstag zu einem Protest gegen die Coronamassnahmen. Ab 10.30 Uhr hätten sich gegen 80 Personen beim Vadiandenkmal versammelt und mit Plakaten demonstriert, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung. Die Polizei löste die Aktion auf, was grösstenteils friedlich verlaufen sei, obwohl nicht alle Demonstranten Einsicht gezeigt hätten. Von einem Dutzend Personen habe die Polizei die Personalien aufgenommen. Sie müssen mit einer Anzeige rechnen.

In Zürich gab es zudem eine verbotene Kundgebung mit über 100 Personen auf dem Sechseläuten-Platz, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt. Nach mehreren Lautsprecherdurchsagen hätte sich die Versammlung jedoch aufgelöst, die Polizei habe keine Wegweisungen oder Bussen ausgesprochen.

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