Rassismus am Arbeitsplatz hat gegenüber dem Vorjahr abgenommen

Ein bedeutender Teil der gemeldeten Fälle rassistischer Diskriminierung fand im öffentlichen Raum statt. Fälle mit rechtsextremem Hintergrund nahmen merkbar zu.

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Ein Nigerianer an einer Anti-Rassismus-Demonstration. (Archivbild)

Ein Nigerianer an einer Anti-Rassismus-Demonstration. (Archivbild)

Keystone

(sku) Wie aus dem am Montag publizierten Rassismusbericht der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) hervorgeht, ist der  öffentliche Raum mit 62 Beratungsfällen der am stärksten betroffene Lebensbereich. Der Arbeitsplatz mit insgesamt 50 Fällen verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme und liegt neu an zweiter Stelle. Besonders häufig wird auch rassistische Diskriminierung in der Nachbarschaft, im Bildungsbereich und bei Kontakten mit der Verwaltung und der Polizei gemeldet.

Nach dem generellen Motiv der Ausländerfeindlichkeit mit 145 Nennungen ist Rassismus gegen Schwarze mit 132 Nennungen das am häufigsten genannte Diskriminierungsmotiv. Danach folgt Muslimfeindlichkeit mit 55 Nennungen. Fälle mit rechtsextremem Hintergrund nahmen mit 36 registrierten Vorfällen merkbar zu, meldet das EKR. 

Im aktuellen Bericht wurden 352 Beratungsfälle zu rassistischer Diskriminierung ausgewertet. Diese wurden von den 22 Beratungsstellen aus allen Regionen der Schweiz zusammengetragen, die Mitglied im Beratungsnetz sind. Neben allgemeiner Auskunft, psychosozialer Unterstützung oder Rechtsberatung für die betroffenen Personen leisten die Beratungsstellen auch einen wichtigen Beitrag zur Konfliktbewältigung.