SBB reduziert Verbindungen nach Italien, Swiss streicht sämtliche Flüge

Die SBB reagiert auf die Situation in Italien und bietet ab Donnerstag weniger Verbindungen an. Die Fluggesellschaft Swiss streicht derweil 90 wöchentliche Verbindungen nach und von Italien.

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Drei von neun Verbindungen zwischen Zürich und Mailand verkehren nur noch zwischen Zürich und Chiasso.

Drei von neun Verbindungen zwischen Zürich und Mailand verkehren nur noch zwischen Zürich und Chiasso.  

© Gian Vaitl Zürich / Aargauer Zeitung

(agl) Dies vermeldete Swiss am Mittwochnachmittag. Wegen der veränderten Buchungslage aufgrund des Corona-Virus würden bis Anfang April rund 90 wöchentliche Verbindungen von Zürich nach Mailand, Rom, Venedig, Florenz, Neapel, und Brindisi ausgesetzt. Die Streichungen würden sukzessive im Buchungssystem umgesetzt. 

Dazu würden weitere europäische Ziele vorübergehend nicht mehr angeflogen, darunter Stuttgart, Nürnberg und Bordeaux. Auf dem interkontinentalen Streckennetz fallen zusätzlich die vier wöchentlichen Verbindungen nach Kairo weg. Der geplante Erstflug nach Washington D.C. vom 29. März werde zudem auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Passagiere, deren Flug gestrichen wurde, können gemäss Swiss umbuchen oder erhalten den Ticketpreis erstattet. 

Ein Teil der SBB-Verbindungen fährt nicht mehr nach Italien

Auch die SBB hat erste Anpassungen an den Fahrplan vorgenommen, wie sie am Mittwoch mitteilt. Seit Dienstag enden die beiden direkten Züge aus Zürich und Genf nach Venedig in Mailand. Am Donnerstag werden noch weitere Verbindungen gekürzt. 

Auf der Strecke Zürich-Mailand verkehren drei von neun Verbindungen nur noch zwischen Zürich-Chiasso. Auf der Simplonachse Genf-Mailand sind zwei von sieben betroffen, die Züge verkehren nur noch zwischen Basel, respektive Genf und Brig. Die Massnahmen gelten vorerst bis zum 5. April. Reisende, deren Zug ausfällt, können gemäss der SBB-Mitteilung ihre Billette kostenlos auf andere Züge umbuchen.