Schweiz schickt Expertengruppe nach Beirut und sagt Soforthilfe zu

Die Schweiz reagiert auf einen Hilfsappell der libanesischen Behörden und sendet eine Gruppe von Fachpersonen in die Hauptstadt Beirut. Die Experten sollen unter anderem die Stabilität der Gebäude prüfen.

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(gb.) Ein Team aus Schweizer Ingenieuren, Infrastruktur- und Telekommunikationsspezialisten sowie eine Psychologin sind derzeit unterwegs nach Libanon. Wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag mitteilte, reagiert die Schweiz mit der Entsendung der Fachpersonen auf einen internationalen Hilfsappell der libanesischen Behörden.

Die Explosion in Beirut vom Dienstag hat laut dem EDA über 100 Todesopfer und Tausende Verletzte gefordert. Zahlreiche Gebäude seien zerstört. Bei den Experten handelt es sich hauptsächlich um Mitglieder des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Sie sollen unter anderem die Stabilität der Gebäude prüfen und die örtlichen Behörden bei der Prüfung des Zustands öffentlicher Gebäude wie Schulen und Spitäler unterstützen.

Ganze Quartiere wurden durch die Explosion am Hafen von Beirut zerstört.

Ganze Quartiere wurden durch die Explosion am Hafen von Beirut zerstört.

Keystone

Glückskette ruft zu Spenden auf

Das EDA gab zudem bekannt, dass die Schweiz 500'000 Franken an das Libanesische Rote Kreuz gespendet hat. Die entsandten Mitglieder des SKH würden nun eine Lagebeurteilung vornehmen, um eine zusätzliche Unterstützung durch die Schweiz abzuklären, heisst es weiter.

Nicht nur der Bund leistet derzeit Hilfe vor Ort. Die Glückskette hat am Donnerstag einen Spendenaufruf gestartet. Partnerorganisationen der Glückskette wie die Caritas, das Rote Kreuz und HEKS würden sich seit Jahren im Land engagieren und seien deshalb in der Lage, in kürzester Zeit Hilfe zu leisten, heisst es in einer Mitteilung. Es gehe nun vor allem darum, die 300'000 Menschen zu versorgen, die durch die Explosion ihr Zuhause verloren hätten.