Schweiz will Grenzschützer nach Griechenland schicken

Die EU-Grenzschutzbehörde hat bisher um zwei Schweizer Beamte gebeten. Ebenso hat die Schweiz das Angebot erneuert, unbegleitete Minderjährige mit familiären Beziehungen in die Schweiz aufzunehmen. 

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Die Schweiz ist bereit, Beamte und zusätzlich Asyl-Experten nach Griechenland zu entsenden.

Die Schweiz ist bereit, Beamte und zusätzlich Asyl-Experten nach Griechenland zu entsenden.  

Alexandros Michailidis / AP

(rhe) Die Schweiz ist bereit, sich an der Verstärkung des Grenzschutzes in Griechenland zu beteiligen. Das sagte Mario Gattiker, der Schweizer Staatssekretär für Migration am Rande des EU-Sondertreffens in Brüssel zur gegenwärtigen Krise in der türkisch-griechischen Grenzregion.

Momentan habe die EU-Grenzschutzbehörde Frontex um zwei Schweizer Beamte gebeten. Gattiker: «Sollte das ganze Schweizer Frontex-Kontingent abgerufen werden, sind es maximal 16». Die Schweiz ist auch bereit, zusätzliche Asyl-Experten zur Unterstützung der EU-Asylagentur EASO zu entsenden.

Angebot erneuert, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen

Zu dem harten Durchgreifen der griechischen Grenzbehörden gegenüber Migranten aus der Türkei sagte Gattiker: «Wir finden es wichtig, dass die Aussengrenze geschützt wird». Gleichzeitig befinde man sich am Rande eines Krisengebietes und müsse auch den Schutz von Flüchtenden gewährleisten.

Gattiker erneuerte das Angebot der Schweiz an die Griechen, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen, welche familiäre Beziehungen in die Schweiz haben. Man sei mit den griechischen Behörden dazu im Gespräch. Konkrete Dossiers wurden aber noch keine übermittelt.