Sitzen die Soldaten nur unbeschäftigt herum? Brigadier Droz kontert die Kritik

Hat das Militär mehr Leute eingezogen, als tatsächlich gebraucht werden? Das möge stimmen, gab Brigadier Droz vor den Medien zu, in Krisenzeiten sei dies aber normal. 

Drucken
Teilen
Brigadier Raynald Droz bei einer Pressekonferenz zum Coronavirus.

Brigadier Raynald Droz bei einer Pressekonferenz zum Coronavirus.

Keystone

(mg/jk) Raynald Droz sagte am Samstag, dass rund 5000 Soldaten derzeit im Einsatz seien. «Wir helfen in 50 Spitälern in allen Regionen des Landes.» Hauptsächlich im Tessin, in der Westschweiz, in Basel und Luzern. Diese Regionen bräuchten am meisten Hilfe. «Es gibt keinen Teil der Armee, der nicht von der Corona-Operation betroffen ist.»

In den letzten Tagen hatte sich die Kritik gehäuft, dass das Militär zu viele Soldaten eingezogen habe und diese nun untätig herumsitzen. Der Brigadier kontert: «Vor sechs Wochen hatten wir diesen Brand, der aus Norditalien und von Frankreich zu uns kam. Das war ein heftiger Brand mit unkontrollierbaren Winden.»  Als man die Armee zur Hilfe gerufen habe, musste das schnell geschehen. «Wir haben in wenigen Tagen 5000 Mann einberufen. Einige Wochen später haben wir nun gemerkt, dass das Gesundheitssystem die nötigen Massnahmen ergreift.»

Daher habe sich nun gezeigt, dass es nicht alle der 5000 Soldaten tatsächlich brauche. «Es ist doch eigentlich ein erfreuliches Zeichen, dass es gar nicht alle benötigt», so Droz. Im Krisenfall habe man lieber ein Überangebot an verfügbarem Personal. Ab kommender Woche werde der Einsatz reduziert und es werden auch wieder Urlaube gewährt. Natürlich müsse man wachsam bleiben und «bereit sein, falls es die Armee wieder benötige.»