Sommaruga diskutiert per Video über Entwicklungsfinanzierung in Pandemiezeiten

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat am Donnerstag an einer Videokonferenz mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Thema war die Entwicklungsfinanzierung in Coronazeiten.

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Simonetta Sommaruga sprach sich für ein nachhaltigeres Gesellschaftsmodell aus.

Simonetta Sommaruga sprach sich für ein nachhaltigeres Gesellschaftsmodell aus.

Sandra Ardizzone

(agl) Zum Gespräch eingeladen haben die Uno, Kanada und Jamaika, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation am Donnerstag mitteilte. Die globale Entwicklung der letzten Jahrzehnte dürfe nun nicht durch die Coronakrise zunichte gemacht werden, lautete der Aufruf der Initiatoren.

«Um die Krise mit Würde hinter uns zu lassen, müssen wir ein Gesellschaftsmodell entwickeln, das nachhaltiger ist, gerechter und besser gerüstet, sich an veränderte Umstände anzupassen», äusserte sich Sommaruga gegenüber den Staats- und Regierungschefs.

Alarmierend sei für die Bundespräsidentin der Einbruch der Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten sowie Angehörigen der Diaspora in ihre Herkunftsländer. Sie bekräftigte einen Aufruf der Schweiz, die Kanäle für diese Überweisungen offen zu halten. Ebenso sei es wichtig, Investitionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu tätigen und globale Ungleichheiten zu beseitigen.

Das Treffen von Uno und Staats- und Regierungschefs am Donnerstag soll der Startschuss eines längeren Prozesses sein, der die Entwicklungsfinanzierung in der Krise intensiv behandeln soll.