Stimmabgabe
Nach Wahlbetrug: Wallis erhöht Sicherheit bei Briefwahl

Die Walliser Regierung reagiert auf den Wahlbetrug bei den Grossratswahlen im März 2017. Sie führt ein System einer persönlichen selbstklebenden Etikette ein.

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Die Walliser Regierung möchte verhindern, dass es in Zukunft wieder zu Wahlfälschungen kommt – wie 2017 geschehen. (Symbolbild)

Die Walliser Regierung möchte verhindern, dass es in Zukunft wieder zu Wahlfälschungen kommt – wie 2017 geschehen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) In den Oberwalliser Gemeinden Brig, Visp und Naters waren 2017 Wahlunterlagen aus Briefkästen gefischt worden. Als die betroffenen Stimmberechtigten dies bemerkten und sich an die Behörden wandten, wurde ihnen beschieden, dass in ihrem Namen bereits abgestimmt worden sei. In der Folge verhaftete die Polizei einen 30-jährigen Oberwalliser, der damals Mitglied der SVP war.

Zwar dürften die Fälschungen keine Folgen für die Resultate gehabt haben, dennoch handelt der Kanton nun. Um die Sicherheit der Briefwahl zu erhöhen, hat der Staatsrat am Montag beschlossen, das System einer persönlichen selbstklebenden Etikette einzuführen.

Bei jeder Abstimmung oder Wahl muss der Bürger, der seine Stimme brieflich abgibt, eine seiner Etiketten auf sein Rücksendungsblatt kleben, wie es in einer Mitteilung heisst. Erstmals angewendet wird die Neuerung schon bei der Eidgenössischen Abstimmung vom 13. Juni. Es handle sich um eine zuverlässige, einfach umsetzbare und kostengünstige Massnahme, argumentiert die Kantonsregierung.

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