Stimmbürger ziehen die Notbremse: Liechtenstein will keine S-Bahn

Das Land Liechtenstein hat heute den S-Bahn-Verpflichtungskredit, die doppelte Staatsbürgerschaft und die Initiative Halbe-Halbe deutlich abgelehnt.

Drucken
Teilen
Projekt deutlich verworfen: Liechtenstein ist gegen die Realisierung einer S-Bahn.

Projekt deutlich verworfen: Liechtenstein ist gegen die Realisierung einer S-Bahn.

Bild Günther Meier

(chm) Das Resultat der Abstimmung über die Realisierung einer S-Bahn zeigt es mit aller Deutlichkeit: Das Fürstentum Liechtenstein will keine S-Bahn. Das Vorhaben wurde in allen elf Gemeinden abgelehnt, die Anzahl der Nein-Stimmen beläuft sich auf 62.3 Prozent. Aufhorchen lässt die Stimmbeteiligung, welche über alle drei Vorlagen hinweg bei 83.5 Prozent lag.

Das Nein zum S-Bahn-Verpflichtungskredit erstaunt allerdings, da diese Vorlage nicht nur von einem grossen Teil der Liechtensteiner Politik, sondern auch vom Fürstenhaus und von Wirtschaftsverbänden deutlichen Support erhalten hat. Nachdem jahrelang an diesem Projekt gearbeitet wurde, muss man im Nachbarland nun nach alternativen Wegen suchen, um das täglich sichtbare Verkehrsproblem zu lösen. Auf ein Ja zur S-Bahn hatte auch der Kanton St. Gallen gehofft.

Mit 61.5 Prozent abgelehnt wurde auch die Vorlage zur doppelten Bürgerschaft. Noch deutlicher verworfen wurde die Initiative Halbe-Halbe mit einem Nein-Stimmen-Anteil in der Höhe von 78.8 Prozent.