Strassenverkehr
Linker Widerstand scheitert: Neuenburg sagt Ja zur 186-Millionen-Umfahrung

Die Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds im Neuenburger Jura erhält für 186 Millionen Franken eine Umfahrung. Ein linkes Referendum blieb chancenlos.

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Das Referendum links-grüner Kräfte scheiterte krachend an der Urne.

Das Referendum links-grüner Kräfte scheiterte krachend an der Urne.

Keystone

Die viertgrösste Stadt der Romandie erhält für 186 Millionen Franken eine Umfahrung: 77,1 Prozent der Stimmberechtigten haben am Sonntag Ja gesagt zur Idee, die H18 unter den Boden zu verlegen. Ziel der Umfahrung ist es laut den siegreichen Befürwortern, das Zentrum und damit die Stadt attraktiver und lebenswerter zu machen.

Die Hauptstrasse führt von Basel direkt nach La Chaux-de-Fonds und dort mitten durch das Zentrum der Uhrenmetropole. Derzeit wird die Strasse täglich von 22'000 Fahrzeugen befahren. Geht es nach dem Kanton Neuenburg, soll die Umfahrung dereinst 18'000 Fahrzeuge schlucken.

Grossteil der Gelder hat Parlament bereits abgesegnet

Im Abstimmungskampf hatten die Gegnerinnen und Gegner vergeblich argumentiert, der Bau neuer Strassen führe letztlich zu einer Zunahme des Verkehrs wodurch Staus in Zentren nicht wesentlich abnähmen. Zudem kritisierten die Referendumsführer der Linkspartei Solidarités, der Jungen Grünen, Greenpeace und Klimastreik, bei der Planung seien Alternativen wie der Ausbau eines effizienten, barrierefreien öV zu wenig berücksichtig worden.

Die Kosten der nun vom Volk beschlossenen Ostumfahrung von La Chaux-de-Fonds, die hauptsächlich unter Tag in einem Tunnel gebaut werden soll, werden auf 186 Millionen Franken geschätzt. Den Grossteil davon hat das Bundesparlament bereits zugesichert. 73,1 Millionen wird der Kanton Neuenburg an die Umfahrung der Uhrenstadt beisteuern müssen. (sat)

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