Strassenverkehr
Pläne für Tempo 30 sorgen bei Zürcher Kantonsregierung für rote Köpfe

Die Tempo-30-Pläne der Stadt Zürich stossen der Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh sauer auf. Sie werde gegen die Einführung kämpfen, kündigte die FDP-Politikerin an.

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Kündigt Widerstand an: Carmen Walker Späh.

Kündigt Widerstand an: Carmen Walker Späh.

Keystone

Am Mittwoch hatte die Stadtzürcher Regierung angekündigt, bis 2030 weitgehend Tempo 30 in der Stadt einzuführen. Das sorgt für rote Köpfe. Damit erweise man dem öffentlichen Verkehr und der Quartierbevölkerung «einen Bärendienst», kritisierte die Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh in einem am Samstag erschienenen Interview im «Tages-Anzeiger».

Für Walker Späh ist klar: Die Massnahme verlangsame den gesamten städtischen Verkehr – und das wirke sich gleich doppelt negativ aus. Es verlangsame Tram und Bus und verteuere dadurch den öffentlichen Verkehr. Zudem werde mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 auch der Lärm über die ganze Stadt verteilt. Verloren gingen die Strassenhierarchien. Am Ende würden Quartierbewohnerinnen und -bewohner von zusätzlichem Lärm belastet, warnte die Regierungsrätin.

Walker Späh kündigte an, gegen die Einführung von Tempo 30 zu kämpfen. In einem gleichentags veröffentlichten Interview in der «NZZ» zeigte sie sich auch irritiert darüber, dass sie von den Entscheiden aus den Medien erfahren habe. «Da hätte ich mir mehr Dialog mit dem ZVV gewünscht.» Unverständlich sei auch, dass der ZVV die Mehrkosten übernehmen solle. Das hiesse, die Steuerzahler im ganzen Kanton müssten Tempo 30 in der Stadt Zürich finanzieren. (rwa)

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