Sanierung des Lötschbergtunnels kostet 41 Millionen Franken mehr als geplant

Nach massiven Nachforderungen haben sich die BLS und der Baukonzern Marti geeinigt. Die Sanierung im Lötschbergtunnel kostet 41 Millionen mehr als geplant.

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Die Sanierung des Lötschbergtunnels kostet einiges mehr als ursprünglich geplant.

Die Sanierung des Lötschbergtunnels kostet einiges mehr als ursprünglich geplant.

Keystone

(sre) Seit Mitte 2018 erneuert die BLS die Fahrbahn im Lötschberg-Scheiteltunnel zwischen Kandersteg und Goppenstein. Den Zuschlag für das Bauprojekt erhielt das Bauunternehmen Marti AG. Diese forderte jedoch maximal 157 Millionen Franken von der Bauherrin nach, da das Projekt teurer wird als bisher angenommen – «wegen unterschiedlichen Interpretationen des Werkvertrages», wie die BLS am Freitag mitteilte.

Die BLS erkläre sich mit den ursprünglichen Nachforderungen der Marti AG für Mehrmengen von Aushubmaterial und Beton nicht einverstanden. Nun haben sich die beiden Seiten aber mündlich geeinigt: Marti sollen 130 Millionen statt den ursprünglich ausgehandelten 89 Millionen Franken für die Fahrbahnerneuerung bezahlt werden. Dafür soll sie den doppelspurigen Tunnel bis 1,3 Kilometer vor dem südlichen Tunnelportal mit einer Betonfahrbahn ausrüsten. Die Gesamtkosten für die BLS belaufen sich damit auf 145 statt auf 105 Millionen Franken. Die verbleibende 1,3 Kilometer lange Doppelspur vor dem Südportal will die BLS vorläufig bestehen lassen.

Bauzeit verlängert sich um ein Jahr

Weil die Marti AG von tieferen Mengen an Aushub und Beton ausgegangen ist, verlängere sich die Bauzeit. Statt Ende 2022 soll das redimensionierte Projekt voraussichtlich Ende 2023 fertig gestellt sein. Zuerst braucht man allerdings eine Baubewilligung vom Bundesamt für Verkehr. Mit diesem will die BLS ihren Vorschlag für das redimensionierte Bauprojekt und das weitere Vorgehen nun so rasch wie möglich besprechen.