Studierende wehren sich gegen Abschaffung ihres vergünstigten Generalabonnements

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) bezeichnet die geplante Abschaffung des GA für Studentinnen und Studenten als «skandalös». Auch wegen den hohen Mieten seien viele darauf angewiesen, von ihrem Wohnort an die Universität zu pendeln.

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Geht es nach den öV-Betrieben, zahlen Studentinnen und Studenten bald mehr für ihre Zugreisen. (Symbolbild)

Geht es nach den öV-Betrieben, zahlen Studentinnen und Studenten bald mehr für ihre Zugreisen. (Symbolbild)

Keystone

(gb.) Für den Verband der Schweizer Studierenden ist die Abschaffung des Studierenden-GA ein Rückschritt in Sachen Chancengerechtigkeit. Der Verband äusserte sich am Donnerstag zum Entscheid der öV-Branche, das vergünstigte GA für Studierende unter 30 Jahren per Ende Jahr zu streichen. Der Entscheid sei «skandalös», heisst es in einer Mitteilung.

Die Studierenden profitieren heute von einem GA für 2650 Franken pro Jahr. Durch die Abschaffung des vergünstigten Tarifs müssten sie plötzlich den vollen Preis von 3860 Franken bezahlen, schreibt der Verband. Das entspreche einer Preiserhöhung von 45 Prozent.

Entscheid soll überdenkt werden

Die öV-Branche hatte den Entscheid vom Mittwoch mit einer Ungleichbehandlung innerhalb der Altersgruppe der 25- bis 30-Jährigen begründet. Betroffenen GA-Besitzern soll eine einmalige Gutschrift von 500 Franken bezahlt werden, sofern sie auf eine Erwachsenen-GA wechseln.

Für den Verband scheint aber klar, dass das Problem damit nicht gelöst ist. Das GA sei für viele Studierenden eine Notwendigkeit, da sie ob der Mietkosten in den Hochschulstädten pendeln müssten. Der Verband fordert, dass der Entscheid im Sinne der Chancengerechtigkeit nochmals überdenkt wird.