Studis in akuter Geldnot: Universität Zürich zahlt bis zu 6000 Franken

Die Coronakrise kann auch für Studierende eine finanzielle Belastung sein. Die Universität Zürich hat nun eine Nothilfe eingerichtet und zahlt in akuter Geldnot bis zu 6000 Franken aus.

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Die Universität Zürich will Studenten in akuter Geldnot finanziell unter die Arme greifen

Die Universität Zürich will Studenten in akuter Geldnot finanziell unter die Arme greifen

Keystone

(rwa) In den letzten fünf Wochen verzeichnete die Universität Zürich (USZ) vermehrt Anfragen von Studentinnen und Studenten mit akuten Geldsorgen. Häufig würden die Betroffenen in Branchen arbeiten, deren Betriebe unter der Coronakrise litten, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Die Einkünfte aus diesen Nebenjobs seien nun teilweise oder ganz ausgefallen. «Studierende, die dann nicht auf familiäre oder anderweitige finanzielle Unterstützung zurückgreifen und auch nicht von den staatlichen Unterstützungsmassnahmen profitieren können, geraten schnell in eine finanzielle Notlage», erklärt Brigitte Ortega, Leiterin der Fachstelle Studienfinanzierung der USZ laut Mitteilung.

Betroffenen Studierenden will die Universität nun möglichst unkompliziert unter die Arme greifen. Auf Antrag erhalten sie einen auf dieses Semester beschränkten Betrag von 1000 bis 6000 Franken. Ein Zustupf bis 3000 Franken muss nicht zurückbezahlt werden. Alles darüber gilt als zinsloses Darlehen, das Studierende innert zweier Jahre nach Studienabschluss fällig wird.

Anträge können ab heute Freitag eingereicht werden. Dazu füllen Studierende online einen Antrag aus und erhalten innerhalb einer Woche Bescheid. Sie müssen nachweisen, dass sie wegen der Coronakrise in einer Notsituation sind und etwa ihre Miete oder ihre Gesundheitskosten nicht mehr bezahlen können.