SVP-Fraktionspräsident Aeschi: Bei einer zweiten Welle nicht die gleichen Fehler machen

SVP-Nationalrat Thomas Aeschi pocht auf eine schnellere Wiedereröffnung von Geschäften und Gastronomie. Er geht davon aus, dass auch der Bundesrat zu weiteren Betriebsöffnungen bereit ist. 

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(agl) Dies sagte Aeschi gegenüber der Samstagsrundschau von Radio SRF. «Wie wir in den Kommissionen gehört haben, soll es am nächste Mittwoch gewisse Beschlüsse geben, die ältere Beschlüsse korrigieren», so der SVP Fraktionspräsident. Es sei nun auch wichtig, dass das Parlament wieder das Zepter übernehme und dem Bundesrat klare Linien vorgebe.

SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi findet, dass in Gartenrestaurants bald wieder Gäste sitzen sollen.

SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi findet, dass in Gartenrestaurants bald wieder Gäste sitzen sollen. 

Stefan Kaiser

Es brauche schnellere Lockerungen, um die Kosten der Coronakrise nicht weiter in die Höhe zu treiben. Auch dürfe man nicht vergessen, dass hinter jedem Unternehmen und Gastrobetrieb Einzelschicksale stehen, die auf eine Öffnung angewiesen seien. Wo die Abstandsregeln eingehalten werden können, beispielsweise in Gartenrestaurants, sollen gemäss Aeschi bald wieder Gäste verkehren dürfen.

Komme es zu einer zweiten Welle, dürfe man auf keinen Fall die selben Fehler machen wie bisher, so Aeschi gegenüber SRF: «Wir müssen nicht gleich die gesamte Wirtschaft herunterfahren.» Abstand halten und gefährdete Personen schützen sei hier die Devise. Diese sollten sich wenn möglich isolieren. 

Für die Zukunft brauche es deutliche Veränderungen. Man müsse den Pandemieplan vertiefen und vermehrt im Inland produzieren. Ebenso fände Aeschi es falsch, wenn es nach der Coronakrise Steuererhöhungen gäbe. Sparpotenzial sieht der Fraktionspräsident beispielsweise bei der Entwicklungshilfe.