Bund verabschiedet Tarifvereinbarung für teure Novartis-Krebstherapie

Der Bundesrat hat eine Tarifvereinbarung zur Vergütung einer innovativen aber kostspieligen Krebsbehandlung verabschiedet. Patienten sollen so den raschen Zugang zu Therapien erhalten.

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Der Bundesrat hat eine Tarifvereinbarung zur Vergütung der sogenannten CAR-T-Zelltherapie verabschiedet. (Symbolbild)

Der Bundesrat hat eine Tarifvereinbarung zur Vergütung der sogenannten CAR-T-Zelltherapie verabschiedet. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Bei der sogenannten autologen CAR-T-Zelltherapie handelt es sich um eine Behandlung im Kampf gegen den Krebs. Dabei werden die weissen Blutkörperchen der Patienten so verändert, dass sie die Krebszellen erkennen und bekämpfen. Der Bundesrat hat nun die Tarifvereinbarung zwischen der Branchenorganisation der Schweizer Krankenversicherer Santésuisse und dem Spitalverband H+ zu dieser Therapie verabschiedet, wie er in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Die abgeschlossene Vereinbarung soll die Vergütung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) zu einem reduzierten und vertraulichen Preis ermöglichen und ist bis Ende 2021 befristet. Bereits im Dezember 2019 hat der Bundesrat ähnliche Vereinbarung zwischen der Einkaufsgemeinschaft HSK, der CSS Versicherung, der SWICA Krankenkasse und H+ verabschiedet.

In der Schweiz hat der Pharmakonzern Novartis die Zulassung für eine CAR-T-Zelltherapie unter dem Namen «Kymriah» erhalten. Der Pharmakonzern verlangte offiziell 370'000 Franken für die einmalige Therapie.