Tierquälerei
Springreiter Paul Estermann gelangt ans Bundesgericht

Springreiter Paul Estermann wehrt sich gegen das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts. Dieses verurteilte ihn wegen Tierquälerei. Nun muss sich das Bundesgericht mit dem Fall befassen.

Merken
Drucken
Teilen
Paul Estermann wehrt sich gegen eine Verurteilung des Luzerner Kantonsgericht wegen Tierquälerei.

Paul Estermann wehrt sich gegen eine Verurteilung des Luzerner Kantonsgericht wegen Tierquälerei.

Keystone

(abi) Das Luzerner Kantonsgericht verurteilte den international bekannten Springreiter Paul Estermann im Januar wegen mehrfacher vorsätzlicher Tierquälerei zu einer bedingten Geldstrafe von 105 Tagessätzen. Dies lässt das ehemalige Kadermitglied der Schweizer Springreiter nicht auf sich sitzen und zieht das Urteil weiter ans Bundesgericht. Er bestätigte am Freitag gegenüber CH Media eine entsprechende Meldung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Anklage wirft Estermann vor, in seinem Reitzentrum in Hildisrieden Pferde wiederholt mit der Peitsche misshandelt zu haben. So soll er sein Pferd «Castlefield Eclipse» so gegen die Flanken und den Unterbauch geschlagen haben, dass das Tier Schwellungen und Blutungen erlitt. Für diesen und einen weiteren Vorfall sowie einen Übergriff auf Wallach «Lord Pepsi» wurde Estermann verurteilt. Bezüglich zweier weiteren Vorfälle sprach ihn das Kantonsgericht frei.

Das Kantonsgericht hat bei der Verurteilung die ursprüngliche Strafe erhöht. Das Bezirksgericht Willisau hatte den Beschuldigten im November 2019 wegen mehrfacher Tierquälerei noch zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen und einer Busse von 4000 Franken verurteilt. Dagegen erhob Estermann Berufung.