Treibhausgase: Die Schweiz hinterlässt ihren Fussabdruck vor allem im Ausland

Die Schweiz verantwortete 2018 den Ausstoss von 114 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. 65 Prozent der Emissionen entstanden im Ausland. Seit 2000 hat der Fussabdruck nur um elf Prozent abgenommen.

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Nur rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen der Schweiz gehen auf das Konto der Haushalte. (Symbolbild)

Nur rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen der Schweiz gehen auf das Konto der Haushalte. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Der Treibhausgas-Fussabdruck misst, welchen Einfluss die Schweiz auf die globale Klimaerwärmung hat. Die am Dienstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Zahlen zeigen, dass im Jahr 2018 zwei Drittel des Fussabdrucks von 114 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten auf das Konto der Wirtschaft gingen. Die Haushalte verursachten demnach nur einen Drittel der Gesamtemissionen. Dabei sei der Energiebedarf der Haushalte seit 2000 um 3,7 Prozent gesunken, jener der Wirtschaft aber um 2,1 Prozent gestiegen, so die Mitteilung.

Der Treibhausgas-Fussabdruck sei seit 2000 um elf Prozent gesunken, so das BFS. Dies gehe vor allem auf tiefere Emissionen im Inland zurück: Hier betrage der Rückgang 15 Prozent, bei den importbedingten Emissionen seien es lediglich acht Prozent. 65 Prozent der Schweizer Emissionen sind gemäss BFS 2018 im Ausland angefallen.