Ueli Maurer über ein allfälliges Rettungspaket für die Luftfahrt: «Es muss nicht zwingend der Staat sein, der hilft»

Seit das 20 Milliarden Franken schwere Rettungspaket für die Wirtschaft in Kraft ist, haben Unternehmen bereits Kredite von über zwei Milliarden beansprucht. Über die Frage, ob das reichen wird und ob die Luftfahrtindustrie gezielte Unterstützung braucht, hält sich Bundesrat Ueli Maurer bedeckt.

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Bundesrat Ueli Maurer hat am Mittwoch das grösste Rettungspaket der Schweizer Wirtschaftsgeschichte vorgestellt. (Archivbild)

Bundesrat Ueli Maurer hat am Mittwoch das grösste Rettungspaket der Schweizer Wirtschaftsgeschichte vorgestellt. (Archivbild)

Keystone

(gb.) Bundesrat Ueli Maurer sagte am Samstag in einem Interview gegenüber Radio SRF, dass es zu früh sei, um über eine Erhöhung des Rettungspakets für die Wirtschaft zu diskutieren. Innert zwei Tagen nachdem die Banken begonnen haben, die durch den Bund verbürgten Kredite zu vergeben, waren auf diesem Weg bereits zwei Milliarden Franken an KMUs und Firmen in der Schweiz geflossen. Ungefähr 1100 Gesuche seien abgelehnt worden, gab Maurer gegenüber Radio SRF bekannt.

Zur Frage, ob die schwer getroffene Luftfahrtindustrie speziell unterstützt werden soll, gab sich Maurer bedeckt. Es liefen zurzeit Gespräche einer Taskforce, die aber noch vertraulich seien. Mauerer sagte, dass die betroffenen Unternehmen der Luftfahrt wie die Swiss, Easy Jet oder Swissport nicht Finanzierungs- sondern Liquiditätsprobleme hätten. Er schätzte, dass die Luftfahrtindustrie drei bis vier Milliarden Franken brauche, um die Krise zu überbrücken. Es müsse aber nicht zwingend der Staat sein, der ihnen dieses Geld gibt, so Maurer.