Umfrage: Jeder Zweite fühlt sich im Lockdown gestresster

Im Corona-Lockdown fühlen sich viele gestresster als vor der Krise. Dies zeigt eine Umfrage der Universität Basel. Die Häufigkeit von schweren depressiven Symptomen sei ebenfalls angestiegen. 

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Die Schweiz steht still und das belastet die Psyche vieler Menschen. (Symbolbild)

Die Schweiz steht still und das belastet die Psyche vieler Menschen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Jeder Zweite fühlt sich im Lockdown gestresster als vor Ausbruch der Pandemie. Das zeigt eine eine Online-Umfrage, welche die Universität Basel bei 10'472 Personen durchgeführt hat. Zu den Haupttreibern der Stresszunahme zählen die Belastung durch Veränderungen bei der Arbeit und Ausbildung, die Belastung durch das eingeschränkte Sozialleben und Belastung durch die Kinderbetreuung.

Die Folgen des Lockdowns auf den Stress seien unabhängig von Geschlecht, Alter, Religiosität oder Bildung, heisst es in einer Mitteilung der Universität. Weiter hätten sich bei über der Hälfte der Befragten die depressiven Symptome verstärkt. Dabei habe sich die Häufigkeit einer schweren depressiven Symptomatik von 3,4 Prozent vor der Coronakrise auf 9,1 Prozent im Lockdown erhöht.

Seltener Corona-News konsumieren

Die Forschenden identifizieren mehrere Verhaltensweisen, welche den Stress reduzieren können. Dazu zählen beispielsweise körperliche Betätigung, sich seinem Hobby oder einem neuen Projekt zuwenden und nur ein bis zwei Mal pro Tag Corona-News konsumieren. 

Die anonyme Online-Umfrage läuft gemäss der Universität Basel auf www.coronastress.ch weiter.