Umfrage zu Maskenpflicht: Beim Einkauf sind Herr und Frau Schweizer dafür – im Job dagegen

Obwohl die Wirksamkeit von Masken umstritten ist, steigt die Akzeptanz des Gesichtsschutz im öffentlichen Verkehr. Ebenfalls Verständnis hätten Schweizer für eine Maskenpflicht beim Einkaufen. Anders sieht es im Job aus.

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Zum Beispiel Zürich: Hier gilt bereits eine Maskentragepflcht beim Einkaufen. In einer Umfrage stützt nun die Bevölkerung diese Form von Massnahme.

Zum Beispiel Zürich: Hier gilt bereits eine Maskentragepflcht beim Einkaufen. In einer Umfrage stützt nun die Bevölkerung diese Form von Massnahme.

Ennio Leanza / Keystone

(sat) In der Schweiz werden immer öfter Masken getragen. Das stellt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Umfrage zur Akzeptanz und Wirksamkeit seiner Empfehlungen und Kampagnen klar. Laut BAG ist dies nicht nur auf die inzwischen im öffentlichen Verkehr gültige Maskenpflicht zurückzuführen. Generell würden Masken immer breiter akzeptiert in der Bevölkerung, kommt das BAG zum Schluss.

Namentlich beim Einkaufen wünschen sich laut der am Freitag in Bern vorgestellten fünften Umfrage des BAG zur Coronakrise immer mehr Befragte eine Maskenpflicht. Anders sieht es am Arbeitsplatz und erst recht im öffentlichen Raum aus: Dort schwindet die Akzeptanz einer Maskenpflicht, wie die von der Forschungsstelle Sotomo durchgeführte Umfrage zeigt.

Vertrauen schwindet – und normalisiert sich

«Die Bevölkerung insgesamt ist noch immer zuversichtlich», hält Sotomo-Stellenleiter Michael Hermann im Kurzbericht zu seiner Umfrage fest. Der Politgeograf weist allerdings darauf hin, dass es in der jüngsten Erhebung im Juli «erstmals seit März wieder zu einem Anstieg der Besorgnis in der Bevölkerung» gekommen sei. Der bis heute anhaltende Wiederanstieg der Fallzahlen nach den verschiedenen Lockerungsschritten wirke sich offensichtlich spürbar auf die Stimmung in der Bevölkerung aus.

Die Online zwischen dem 20. und 29. Juli durchgeführte repräsentative Umfrage kommt zum Schluss, dass die Bevölkerung die Verhaltens- und Hygieneregeln des Bundes nach wie vor überdurchschnittlich gut kennt. Im Gegensatz dazu nehme das anfänglich immense Informationsinteresse langsam ab und normalisiere sich damit. Dasselbe gelte im Übrigen auch für das Vertrauen in die Informationsvermittler. Auch dort – und zwar vom Hausarzt über den Bundesrat bis zu den Medien – ist das Vertrauen in der Bevölkerung seit März für alle abgefragten Organisationen und Personengruppen zurückgegangen.