USA und Frankreich exportieren viel mehr Rüstungsgüter – Schweiz hält sich auf Rang 13

0,9 Prozent aller Waffenexporte in den letzten fünf Jahren stammten aus der Schweiz. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri entspricht dies zwar einem Plus von 2,6 Prozent. Die Schweiz bleibt aber auf Rang 13 der Waffenexporteure.

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Der Anteil der Schweiz an den internationalen Waffenexporten bleibt stabil. (Symbolbild)

Der Anteil der Schweiz an den internationalen Waffenexporten bleibt stabil. (Symbolbild)

Adrien Perritaz / KEYSTONE

(dpa/sat) Die grössten Abnehmer von Schweizer Rüstungsgütern sind laut dem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Sipri-Instituts Australien (18 Prozent) vor China und Saudi-Arabien (beide je 14 Prozent). Im letzten Fünfjahresbericht hatte Saudi-Arabien noch vor China und Indonesien gelegen. Umgekehrt bleibt die Schweiz drittgrösster Abnehmer von Waffen aus Kuwait (hinter den USA und Frankreich). Laut Sipri sind in den letzten fünf Jahren 7,1 Prozent aller Waffenexporte aus dem Staat im Mittleren Osten in die Schweiz geliefert worden.

Der mit Abstand grösste Waffenexporteur bleiben die USA. Mehr als ein Drittel aller Rüstungslieferungen (36 Prozent) weltweit gingen in den vergangenen fünf Jahren auf das Konto der Vereinigten Staaten. Während das zweitplatzierte Russland 18 Prozent an Exporten einbüsste, verzeichnete Frankreich im letzten Fünfjahreszeitraum eine immense Zunahme um 72 Prozent der Waffenexporte. Auf Platz vier und fünf der grössten Waffenexporteure liegen Deutschland und China.

Immer mehr Rüstungsgüter werden gehandelt

Grösster Rüstungsimporteur ist Saudi-Arabien, gefolgt von Indien, Ägypten, Australien und China. Wie die Friedensforscher weiter erklärten, nahm das Volumen der Importe und Exporte von Rüstungsgütern in den Jahren 2015 bis 2019 im Vergleich zu den vorherigen fünf Jahren um 5,5 Prozent zu.

Sipri geht es in seinen Berichten um langfristige internationale Trends, weshalb das Institut Fünfjahreszeiträume statt einzelne Jahre miteinander vergleicht. Die Werte der Friedensforscher bemessen sich nach dem Volumen, nicht dem finanziellen Wert von Waffen-Deals. Kleinwaffen werden dabei nicht mit eingerechnet.