Veranstaltungsbranche fordert Klarheit und rasche Hilfeleistungen

Verschiedene Verbände der Veranstaltungsbranche wenden sich in einem offenen Brief an Bund und Kantone. Für ihre Mitglieder fordern sie mehr Planungssicherheit und eine sofortige Umsetzung der Härtefall-Massnahmen.

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Viele Veranstalter müssen geplante Events nun wieder absagen oder verschieben.

Viele Veranstalter müssen geplante Events nun wieder absagen oder verschieben.

Keystone

(agl) In den letzten Tagen haben verschiedene Kantone private und öffentliche Veranstaltungen erneut eingeschränkt. Für die Veranstaltungsbranche sind das einschneidende Entscheide, die die Planungssicherheit für die nächsten Monate zunichte machen. «Wir sind bestürzt, dass trotz aufwendigen und gut funktionierenden Schutzkonzepten ein erneutes nationales Veranstaltungsverbot droht», schreiben die Veranstalter in ihrem offenen Brief. Sollte es zu einem Verbot kommen, so fordern sie, dass die Massnahmen national gelten und monatlich überprüft werden. Veranstaltungen sollen zudem gleichgestellt werden mit der Gastronomie und mit Einkaufszentren.

Weiter schreiben die Verbände, dass der laufende Umsetzungsprozess der Härtefall-Massnahmen für Unternehmen zu lange dauere und die Notfallkredite und Reserven aufgebraucht seien: «Wir fordern einen praktischen und unkonventionellen Ansatz zur Auszahlung von Soforthilfe für Härtefälle.» Weiter sollen Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende und Kulturunternehmen rasch umgesetzt oder weitergeführt werden. Viele Kantone hätten die Entschädigungen für das letzte halbe Jahr noch nicht oder nur teilweise ausbezahlt.