Verschuldung der Schweizer Städte dürfte wegen der Coronakrise ansteigen

Sinkende Einnahmen bei den Steuern und den städtischen Betrieben reissen ein Loch in die Kassen der Schweizer Städte. Viele wollen deshalb die Schulden erhöhen.

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Die Schweizer Städte erwarten wegen der Coronakrise starke Einbussen bei den Einnahmen. (Symbolbild)

Die Schweizer Städte erwarten wegen der Coronakrise starke Einbussen bei den Einnahmen. (Symbolbild)

Michel Canonica

(agl) Dies zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Schweizerischen Städteverbandes. 70 von 131 Mitgliedern haben diese beantwortet. Die Resultate zeigen gemäss dem Verband erste klare Tendenzen auf. Die befragten Städte und Gemeinden erwarten ab 2021 deutlich tiefere Steuereinnahmen, nicht nur wegen der Coronakrise: Auch die Unsicherheit, wie die Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) in den Kantonen umgesetzt wird, senkt die Erwartungen.

Die grosse Mehrheit der Städte wolle auf Steuererhöhungen verzichten, schreibt der Städteverband. Rund die Hälfte der Befragten habe eine Erhöhung der Verschuldung als Möglichkeit angegeben. Weitere Städte ziehen in Betracht, die Ausgaben zu drosseln oder Reserven aufzulösen.

Die Umfrage des Verbands zeigt weiter, wie die Städte mit der Coronakrise umgegangen sind: 80 Prozent der Befragten hätten Massnahmen für die Geschäftsmieter getroffen, 60 Prozent weitere Massnahmen für Selbständige und das Gewerbe.