Versenkte Munition in Schweizer Seen stellt keine Gefahr für Wasserqualität dar

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) untersuchte im Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee Sedimentproben auf Sprengstoff. Die Befunde fallen gut aus.

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Im Vierwaldstättersee wurden geringe Mengen TNT nachgewiesen. Die geringe Konzentration stellt jedoch keine Gefahr dar.

Im Vierwaldstättersee wurden geringe Mengen TNT nachgewiesen. Die geringe Konzentration stellt jedoch keine Gefahr dar.

Keystone

(sku) Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts versenkte die Armee nach gängiger Entsorgungspraxis Munition und Munitionsbestandsteile in Schweizer Seen. Weil die Bergung aufwendig und gefährlich wäre, entschieden die Bundesbehörden im Jahr 2012, die Seen regelmässig zu überprüfen.

Die jüngsten Ergebnisse stammen aus Sedimentproben im Sommer 2019, die das VBS in Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern und der Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) durchführte. Wie das VBS am Dienstag mitteilt, zeigen die neuen Ergebnisse wie auch schon die Analysenresultate 2016 keine negative Beeinflussung des Seewassers durch die versenkte Munition.

Die Proben seien unter anderem auf Sprengstoffe wie TNT und Nitrogylcerin sowie auf Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber hin untersucht worden, heisst es weiter. Nur in jeweils einer Probe aus dem Thunersee und dem Vierwaldstättersse wurden laut VBS TNT sowie Spuren von Sprengstoff im Porenwasser des Brienzersees nachgewiesen. Aber selbst diese Konzentrationen würden deutlich unter den relevanten Konzentrationswerten liegen. Trotzdem bleibe das Schadstoffpotenzial hoch, weshalb das Schadstoffmonitoring im fünf-Jahres-Rhythmus fortgeführt wird.