Versorgung
Schweiz soll unabhängiger von internationalen Lieferketten werden

Gerade zu Beginn der Coronakrise gab es teilweise leere Regale in den Supermärkten. Um das bei künftigen Krisen zu vermeiden, soll die Schweiz unabhängiger von Waren aus dem Ausland werden.

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Während der ersten Coronawelle war an vielen Orten das Toilettenpapier ausverkauft. (Symbolbild)

Während der ersten Coronawelle war an vielen Orten das Toilettenpapier ausverkauft. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Die Schweiz soll unabhängiger von internationalen Liefer- und Produktionsketten für essentielle Güter werden. Das fordert eine Motion aus dem Ständerat von Brigitte Häberli-Koller (Die Mitte/TG). Auch der Nationalrat hat sie am Donnerstag gutgeheissen und somit dem Bundesrat einen entsprechenden Auftrag erteilt. So erhoffen sich die Räte, dass die «Versorgungssicherheit in zukünftigen Krisen besser gewährleistet» sei.

«Es stimmt, es war zeitweilig schwierig genügend Waren zu haben. Es gab auch mal leere Regale», sagte Bundespräsident Guy Parmelin. Die Lieferketten seien während der Pandemie «stark geprüft» worden, hätten aber grösstenteils funktioniert – auch dank der guten Beziehungen der Schweiz zu ihren Handelspartnern. Der Bundesrat habe in diversen Bereichen Verbesserungen angekündigt und sei immer noch an der Analyse der Geschehnisse.

Gewisse Massnahmen wurden zudem bereits im Parlament gefordert und beschlossen. Parmelin nannte etwa das Ethanol-Pflichtlager. Einen erweiterten Handlungsbedarf sah er darum derzeit nicht. Die grosse Kammer war anderer Ansicht und überwies die Motion mit 130 zu 54 Stimmen.