Wegen Hilfsmassnahmen: Der Bund muss mehr Geld aufnehmen

Der Bund holt sich am Kapital- und Geldmarkt neues Geld und verkauft  Staatsanleihen. Grund dafür ist der erhöhte Finanzierungsbedarf wegen des Corona-Hilfspakets.

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Der finanzielle Rettungsschirm des Bundes kostet viel Geld.

Der finanzielle Rettungsschirm des Bundes kostet viel Geld.

Keystone

(wap) Das ausstehende Volumen an kurzfristigen Geldmarktpapieren wird im laufenden Jahr von sechs auf zwölf Milliarden erhöht, wie die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) am Dienstag bekanntgab. Konkret bedeutet dies, dass der Bund am Geld- und Kapitalmarkt neues Geld aufnimmt. Damit werde der Unsicherheit bei der aktuellen Entwicklung der Einnahmen Rechnung getragen.

Grund für die Massnahme ist die Coronakrise: Zum einen muss der Bund nun seinen Rettungsschirm finanzieren, zum anderen ist wegen der Massnahmen mit Steuerausfällen zu rechnen. Das Rettungspaket soll aus der bestehenden Liquidität und neu aufgenommenen Mitteln finanziert werden. Zusätzlich verkauft die EFV Staatsanleihen. Insgesamt werden 2,5 Milliarden Franken Anleihen ausgegeben. Dies entspricht dem geplanten Emissionsvolumen, allerdings werden nun vermehrt noch nicht platzierte Eigentranchen verkauft, um die Liquidität im Handel mit Eidgenössischen Anleihen zu unterstützen.

Der Bundesrat stellt in der Krise insgesamt 40 Milliarden Franken Staatshilfe zur Verfügung, 20 Milliarden davon in der Form von Bürgschaften.