Wegfallende Studentenjobs: Zahlreiche Genfer Studierende auf Nothilfe angewiesen

Die Universität Genf unterstützt ihre Studierenden in der Coronakrise über einen Nothilfefonds. Für das kommende Studienjahr sind 4,6 Millionen Franken vorgesehen.

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Zahlreiche Studierendenjobs, insbesondere in der Gastronomie, fallen aufgrund der Coronakrise zurzeit weg.

Zahlreiche Studierendenjobs, insbesondere in der Gastronomie, fallen aufgrund der Coronakrise zurzeit weg.

Keystone

(agl) Vor den Sommerferien seien innerhalb einer einzigen Woche 400 Nothilfegesuche eingereicht worden, sagt die Genfer Verantwortliche für studentische Angelegenheiten Jasmine Champenois gegenüber dem «Tagesanzeiger» vom Montag. Das seien so viele wie sonst während eines ganzen akademischen Jahres. «Fünf Prozent unserer Studenten haben wegen der Corona-Krise akute Finanzprobleme», so Champenois. 1000 von 18'000 Studierenden seien aktuell auf die Nothilfe angewiesen.

Für das kommende Studienjahr ab September wurde der Nothilfefonds nun noch aufgestockt auf insgesamt 4,6 Millionen Franken. Hochschulen und Stiftungen tragen ihn je zur Hälfte. Genf ist gemäss Champenois ein Spezialfall unter den Schweizer Unis, da viele der Studierenden aus ärmeren Ländern stammten und keine kantonale Hilfe beantragen könnten. Darum müsse die Uni aushelfen. Einen Nothilfefonds hat jedoch auch die Universität Zürich geschaffen, ungefähr 100 Gesuche seien bisher bewilligt worden, sagt eine Sprecherin gegenüber dem «Tagesanzeiger».