Westschweizer Lehrer fordern
sichere Löhne und eigene Laptops

Die Westschweizer Lehrergewerkschaft (SER) zieht ein erstes Fazit zur Coronakrise. Sie fordert von Politik und Kantonen verschiedene Massnahmen, um die Qualität des Schweizer Bildungswesen auch in Zukunft sicherzustellen.

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Die Westschweizer Lehrer fordern, dass nach der Coronapandemie nicht auf ihrem Buckel gespart wird. (Symbolbild)

Die Westschweizer Lehrer fordern, dass nach der Coronapandemie nicht auf ihrem Buckel gespart wird. (Symbolbild)

Patrick Hürlimann / Patrick Huerlimann

(nst) Das Coronavirus hat Lehrer und ihre Schüler für einige Wochen unvorbereitet nach Hause geschickt. Der Fernunterricht habe dank des Engagements und der Professionalität der Lehrer aufgenommen werden können, schreibt die Westschweizer Lehrergewerkschaft (SER) am Dienstag. Es müssten nun aber dringend Vorbereitungen getroffen werden, um schnell auf eine mögliche Wiederholung der Situation reagieren zu können. Gemeinsam mit den Kantonen müssten Szenarien für den Beginn des neuen Schuljahres ausgearbeitet werden. Dabei sollen bewährte Praktiken genutzt und Schwierigkeiten behoben werden.

Zudem erfordere die Krise klare politische Entscheidungen, schreibt SER weiter. Um den Lebensstandard der betroffenen Familien und die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen zu sichern, habe die Gewerkschaft verschiedene Forderungen aufgestellt.

Auch Schüler sollen Laptops erhalten

Es sei klar, dass die Krise sich auf die Budgets von Bund, Kantonen und Gemeinden auswirke. Die Einsparungen dürften aber nicht auf Kosten derer gemacht werden, die sich während der Krise stark engagiert haben. Die Gewerkschaft fordert die Behörden daher auf, durch eine Vereinbarung mit den Sozialpartnern die Löhne der Lehrer abzusichern. Darüber hinaus müssten Steuermassnahmen ergriffen und Abzüge gewährt werden.

Die Krise habe zudem aufgezeigt, dass einige Lehrer und Schüler keinen Computer hätten, schreibt SER. Es sei absolut unerlässlich, dass alle Lehrpersonen mit einem Laptop und den benötigten Programmen ausgestattet seien. Dies gelte ebenfalls für Schüler ab der dritten Klasse.

Weiter müsse eine digitale Datenbank entwickelt werden, um Erfahrungen und bewährte Praktiken zu sammeln. Zudem bräuchten Schulen betriebliche Gesundheitsschutzbeauftragte. Dadurch sollen eine schnelle Reaktion und angemessene Arbeitsschutzmassnahmen gewährleistet werden.