«Wir arbeiten auf Hochtouren» –
Seco-Direktorin zu den Corona-Massnahmen 

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco, will schnell auf das Corona-Virus reagieren und setzt dabei auf massgeschneiderte Lösungen.  

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Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), an einer Medienkonferenz im Februar.

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), an einer Medienkonferenz im Februar. 

Peter Klaunzer / KEYSTONE

(agl) Eine solche Situation, die sich von Tag zu Tag verändert, ist für Ineichen-Fleisch auch noch nach neun Jahren als Seco-Chefin ungewöhnlich. Das sagte sie in der Samstags-Rundschau von Radio SRF. 

Jetzt sei es besonders wichtig, dass man schnelle Lösungen für die betroffenen Unternehmen finde. Kurzarbeitsentschädigungen, die unter anderem bereits in der Finanzkrise zum Einsatz kamen, seien bisher besonders für die Exportwirtschaft ein gutes Mittel gewesen.

Probleme der Unternehmen verstehen und Lösungen finden

In der Veranstaltungsbranche, die besonders stark betroffen ist, sei Kurzarbeit jedoch nicht immer die richtige Lösung. Gleichzeitig sei aber keine Option, einfach Geld auszuschütten, so Ineichen-Fleisch in der Samstagsrundschau. «Es ist besonders wichtig, dass wir verstehen, wo genau das Problem liegt und massgeschneiderte Lösungen finden können». Unter anderem sei man mit der Veranstaltungsbranche in Kontakt und arbeite auf Hochtouren. 

Die Seco-Direktorin gibt sich zuversichtlich, dass gute Lösungen gefunden werden können. Wie genau sich das Virus auf die Wirtschaft auswirken wird, sei nicht klar. Die Situation werde aber definitiv Spuren hinterlassen. Je nachdem, welche Massnahmen der Bundesrat noch ergreife und wie es mit dem Veranstaltungsverbot weitergeht, werde man sich neu orientieren. «Mit Schritt-Für-Schritt-Massnahmen sind wir bisher immer gut gefahren», so Ineichen-Fleisch.