Zürcher Sicherheitsdirektorin: An Demos sollen mehr als 300 Leute teilnehmen dürfen

In einer Stadt wie Zürich ist es nicht möglich, Versammlungen mit mehr als 300 Personen zu verhindern, sagt die Zürcher Sicherheitsdirektorin Karin Rykart. Sie will nun beim Bundesrat vorstellig werden.

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Nach einer Demonstration am 1. Juni erntete die Zürcher Sicherheitsvorsteherin Kritik.

Nach einer Demonstration am 1. Juni erntete die Zürcher Sicherheitsvorsteherin Kritik.

Keystone

(agl) Rykart und Sicherheitsdirektoren anderer Schweizer Städte wollen sich nun gemäss dem SRF Regionaljournal beim Bundesrat dafür einsetzen, dass an einer Demonstration mehr als 300 Menschen teilnehmen können. Müsse die Polizei Demonstrierende durchzählen und allenfalls einkesseln müsse, dann wäre das «das Gegenteil von dem, was gesundheitspolitisch richtig ist», so Rykart an der Sitzung des Zürcher Stadtparlaments vom Mittwoch.

Rykart wurde zuvor von bürgerlichen Politikern kritisiert, nachdem am Pfingstmontag eine Demonstration zur Unterstützung der «Black Lives Matter»-Bewegung von der Polizei geduldet wurde. Dies sei verhältnismässig gewesen, sagte Rykart am Mittwoch.