Autorin Ivna Žic wird mit Anna-Seghers-Preis geehrt

Die kroatisch-schweizerische Autorin Ivna Žic erhält den Anna-Seghers-Preis. Vergangenes Jahr war Žic für den Schweizer Buchpreis nominiert.

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Ivna Žic veröffentlichte vergangenes Jahr den Roman «Die Nachkommende».

Ivna Žic veröffentlichte vergangenes Jahr den Roman «Die Nachkommende». 

Keystone

(dpa/gb.) Die 1986 in Zagreb geborene und in Zürich aufgewachsene Ivna Žic wurde von der Schriftstellerin und Jurorin Annette Pehnt für ihren «poetischen und eigenwilligen» Debütroman «Die Nachkommende» gewürdigt. Mit dem Roman war Žic schon für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Mit dem Anna-Seghers-Preis werden Autoren aus dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika geehrt, die im Sinne von Anna Seghers (1900-1983) mit den Mitteln der Kunst zur Entstehung einer gerechteren Gesellschaft beitragen, teilte die Anna-Seghers-Stiftung am Montag mit. Der mit jeweils 12'500 Euro dotierte Preis soll am 20. November in der Berliner Akademie der Künste verliehen werden.

Neben Žic erhielt auch der Argentinier Hernán Ronsino den Anna-Seghers-Preis. Ronsino, Jahrgang 1975, erzähle in seiner sogenannten Pampa-Trilogie Geschichten aus der argentinischen Provinz – «stilsicher und zugleich experimentierfreudig», wie Jurorin Dagmar Ploetz erklärte.

Anna Seghers war eine der bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen und wurde unter anderem mit ihrem Roman «Das siebte Kreuz» berühmt. Als NS-Verfolgte ging sie nach Mexiko ins Exil. Ihr von persönlichen Erlebnissen inspirierter Roman «Transit» erschien 1948.