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Kulturbranche verlangt Lücken bei Hilfsgeldern zu schliessen

Die Kulturschaffenden freuen sich über erste Lockerungsschritte, fordern aber klare Richtlinien. Zudem verlangen sie Verbesserungen bei den Unterstützungsgeldern.

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Die Taskforce Culture fordert klare Richtlinien für die ersten Öffnungsschritte. (Symbolbild)

Die Taskforce Culture fordert klare Richtlinien für die ersten Öffnungsschritte. (Symbolbild)

Bild: Keystone

(dpo) Ab dem 1. März sollen unter anderem Museen und Lesesäle von Bibliotheken in einem ersten Lockerungsschritt wieder ihre Türen öffnen. Das sei erfreulich, teilt die verbandsübergreifende Taskforce Culture am Sonntag in einer Mitteilung mit. Nun soll die Politik klare Richtlinien für diesen Schritt vorgeben: «Die Kriterien der geplanten Öffnungen müssen in den nächsten Tagen kommuniziert werden», heisst es.

Vor allem müsse die Öffnung praxistauglich konzipiert sein, schreibt die Taskforce Culture. Es dürfe aber auch keinen Zwang zur Wiedereröffnung geben, denn viele Kulturunternehmen könnten unter relativ restriktiven Bedingungen nicht kostendeckend arbeiten.

Verbesserungen für Selbstständige gefordert

Handlungsbedarf sieht die Taskforce Culture auch bei den Unterstützungs- und Entschädigungsmassnahmen. Mit Blick auf die bundesrätliche Botschaft zur Anpassung des Covid-19-Gesetzes zeigt sich die Taskforce indes pessimistisch: Viele Forderungen vom Kultursektor, etwa Verbesserungen im Bereich des Erwerbsersatzes für Selbstständige, seien ignoriert worden.

Die Taskforce Culture vereint laut eigenen Angaben fünf Dachverbände aus dem Kultursektor. Sie wurde im März 2020 ins Leben gerufen mit dem Ziel, sich für die Anliegen der Kulturbranche in Bundesbern einzusetzen.