Drei Schweizer Filme im Wettbewerb der Berlinale

Das Schweizer Filmschaffen hat an den Filmfestspielen Berlin 2020 einen starken Auftritt. Gleich mehrere Filmemacherinnen stehen im Rampenlicht der 70. Festivalausgabe.

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«Schwesterlein» mit den Stars Nina Hoss und Lars Eidinger ist im internationalen Wettbewerb vertreten.

«Schwesterlein» mit den Stars Nina Hoss und Lars Eidinger ist im internationalen Wettbewerb vertreten. 

Bild: Vegafilm

(dpo) Den hiesigen Filmschaffenden dürfte sicher zugute kommen, dass wenigstens ein Teil der künstlerischen Leitung in Berlin uns Schweizern wohlgesinnt ist: Carlo Chatrian. Der Italiener leitete von 2012 bis 2017 das Filmfestival Locarno. Für ihn und Co-Leitern Mariette Rissenbeek ist es die erste Ausgabe der Berlinale. 

Allerdings soll das nicht die grosse Leistung der Filmschaffenden schmälern. Das Regieduo Stéphanie Chuat und Véronique Reymond ist mit «Schwesterlein» im prestigeträchtigen internationalen Wettbewerb vertreten. Der Film ist mit den deutschen Kino- und Theaterstars Nina Hoss und Lars Eidinger in den Hauptrollen sowie der Schweizer Schauspiellegende Marthe Keller («Der Marathon-Mann») erstklassig besetzt.

Ebenfalls im Wettbewerb vertreten sind zwei Schweizer Koproduktionen: die italienisch-schweizerische Koproduktion «Favolacce» von den Brüder Fabio und Damiano D'Innocenzo sowie der französisch-schweizerische Spielfilm «Le Sel des Larmes» von Philippe Garrels.

Regisseurin Andrea Štaka zeigt ihren neuesten Spielfilm «Mare» in der Wettbewerbssektion Panorama. Wie in ihren früheren preisgekrönten Filmen «Cure» (2014) und «Das Fräulein» (2006) steht auch hier eine starke weibliche Hauptfigur im Mittelpunkt. 

Die Zukunft des Schweizer Kinos kommt auch nicht zu kurz: Schauspielerin Ella Rumpf wird als European Shooting Star ausgezeichnet. Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträger gehören mittlerweile international bekannten Schauspieler wie Rachel Weisz, Daniel Craig, Carey Mulligan, Daniel Brühl und Mélanie Laurent. Rumpf hatte erstmals mit ihrer Darstellung in «Chrieg» (2014) auf sich Aufmerksam gemacht, und war später in «Die göttliche Ordnung» (2017) zu sehen.