Ehre für St.Galler Schriftsteller: Christoph Keller erhält Alemannischen Literaturpreis

Der Schweizer Schriftsteller Christoph Keller wird mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Der Rückkehrer aus den USA sieht dies als seine bisher grösste Auszeichnung.

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Der Schweizer Autor Christoph Keller wird mit dem diesjährigen Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnet.

Der Schweizer Autor Christoph Keller wird mit dem diesjährigen Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnet.

Gian Ehrenzeller / Keystone

(sat/dpa/lsw) Der in St. Gallen lebende 56-jährige Autor bekommt den mit 10'000 Euro dotierten Preis für seinen Roman «Der Boden unter den Füssen» verliehen, wie das Kulturamt Waldshut-Tiengen am Donnerstag mitteilte. Laut Jury würdigt der Preis Kellers «sprachlich und kompositorisch meisterhafte Annäherung an die drängenden Fragen unserer Zeit.» Gegenüber dem «Südkurier» sagte Keller, er fühle sich geschmeichelt, einen der grossen deutschen Literaturpreise zu erhalten und nun in einer Reihe «von mir bewunderten Autoren wie Hermann Kinder und Peter Weber» zu stehen. Es handle sich um den bedeutendsten Preis, mit dem er bisher ausgezeichnet worden sei. Christoph Keller ist mit der US-amerikanischen Lyrikerin Jan Heller Levi verheiratet und erst vor zwei Jahren wieder fest zurück in die Ostschweiz gekehrt.

Der Alemannischen Literaturpreis wird seit 1981 alle drei Jahre vergeben und fördert nach Angaben der Organisatoren die Literatur des alemannischen Sprachraums. Stifter sind die deutsche Zeitung Südkurier, die Stadt Waldshut-Tiengen und die Sparkasse Hochrhein. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Arno Geiger, Thomas Hürlimann oder Peter Stamm. Die diesjährige Preisverleihung ist für den 22. November in Waldshut-Tiengen angekündigt.