Schall und Rauch: Kunsthaus Zürich feiert 1920er Jahre

In der Ausstellung «Schall und Rauch. Die wilden Zwanziger» gibt das Kunsthaus Zürich Einblicke in die Malerei, Fotografie, Film und Plastik der verschiedenen Stilrichtungen der 1920er-Jahre. Die Auseinandersetzung mit diesem Jahrzehnt sei heute aktueller denn je.

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Eine neue Ausstellung im Kunsthaus Zürich gibt Einblicke in die Kunst der 1920er Jahre.

Eine neue Ausstellung im Kunsthaus Zürich gibt Einblicke in die Kunst der 1920er Jahre.

Keystone

(dpa) Welchen Lebensdurst eine Pandemie und ein Weltkrieg auslösen können, zeigt das Kunsthaus Zürich in einer Ausstellung über die 1920er Jahre. «In keinem Moment des 20. Jahrhunderts war die Sehnsucht der Menschen nach Neuerungen so gross wie damals», schreiben die Kuratoren zu der Schau, die am Freitag beginnt.

Die Auseinandersetzung mit den 1920er Jahren sei abgesehen von der Coronavirus-Pandemie hochaktuell: Heute wie damals werfen Politikerinnen und Politiker, Aktivisten und Künstler althergebrachte Normen über Bord und stellen soziale und ethische Standards in Frage. Das Museum hat deshalb zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit der Formensprache und den Inhalten der 1920er Jahre zu befassen und eine Brücke in die Gegenwart zu schlagen.

Zusammenarbeit mit Guggenheim Museum in Bilbao

Mit Schwerpunkt Berlin, Paris, Wien und Zürich zeigt das Museum Malerei, Plastik, Zeichnung, Fotografie, Film und Collage aus Stilrichtungen wie dem Bauhaus, Dada, der Neuen Sachlichkeit sowie Design- und Architekturikonen des Modernismus. Die Werke von 80 Kulturschaffenden sind nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet: «Abschied vom Kriegstrauma» etwa, «Neue Rollenbilder» oder «Rausch der Bewegung».

Das Kunsthaus legt die Ausstellung in Kooperation mit dem Guggenheim Museums Bilbao auf. Dort wird sie ab Frühjahr 2021 gezeigt. Im Kunsthaus sind Markierungen zum Abstand halten etwa an der Kasse, im Shop und Café angebracht.