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Uhrmacherhandwerk zählt zum UNESCO-Kulturerbe

Die UNESCO hat das Uhrmacherhandwerk und die Kunstmechanik offiziell in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen.

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Gehört nun zum immateriellen Kulturerbe: das Uhrmacherhandwerk und die Kunstmechanik.

Gehört nun zum immateriellen Kulturerbe: das Uhrmacherhandwerk und die Kunstmechanik.

Jean-Christophe Bott / Keystone

Sechs Jahre ist es her, dass der Bundesrat acht sogenannte lebendige Traditionen als Kandidaturen für die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes ausgewählt hat. Am Mittwoch hat die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur nun eine davon in die Liste eingetragen. Die Uhrmacherkunst und Kunstmechanik.

Die Kandidatur wurde von der Schweiz zusammen mit Frankreich getragen, wie das Bundesamt für Kultur am Mittwoch schreibt. Nebst der Uhrmacherkunst entlang des Jurabogens von Genf bis Schaffhausen und von Biel bis Besançon in Frankreich umfasste die Kandidatur auch die Herstellung von Musikautomaten und Spieldosen. Diese sei typisch für die Waadtländer Region von Sainte-Croix, heisst es.

Das Uhrmacherhandwerk und die Kunstmechanik hätten nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung, sondern sie prägten auch die sozialen Gegebenheiten sowie die Stadtbilder in den betroffenen Regionen

Kommen weitere Kulturerbe bald hinzu?

Das immaterielle Kulturerbe unterscheidet sich von der üblichen Welterbekonvention. Es hängt weniger mit Bauten und Räumen zusammen, sondern umfasst vielmehr gemeinschaftliche Praktiken und gesellschaftliche Interaktionen. Dazu zählen etwa die darstellenden Künste, aber auch Rituale, Feste und traditionelle Handwerkstechniken.

Wie das BAK auf Anfrage von CH Media mitteilt, ist die Schweiz unter der Federführung von Frankreich auch an der Kandidatur des Bauhüttenwesens in Europa beteiligt. Ob diese ebenfalls in die Liste eingeschrieben wird, soll in den nächsten Tagen entschieden werden.

Auch der Entscheid zu den bei UNESCO eingereichten Dossiers Schweizer Grafikdesign und Typografie, Schweizer Alpsaison und Jodel stehe noch aus, so das Bundesamt für Kultur.