Bauchspeicheldrüsenkrebs
Zum Wohl der Patienten: Schweizer Chirurgen entfernen Krebs mit Roboter

Ein Novum in der Schweiz: Chirurgen des Universitätsspitals Zürich (USZ) haben erstmals einen Tumor der Bauchspeicheldrüse minimalinvasiv mit dem Operationsroboter «Da Vinci» entfernt.

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Am Universitätsspital Zürich wurde zum ersten Mal in der Schweiz ein Tumor der Bauchspeicheldrüse mit dem Operationsroboter entfernt.

Am Universitätsspital Zürich wurde zum ersten Mal in der Schweiz ein Tumor der Bauchspeicheldrüse mit dem Operationsroboter entfernt.

USZ

(abi) Tumore der Bauchspeicheldrüse gehören zu den häufigsten Krebsarten und Todesursachen. Nun haben USZ-Chirurgen erstmals in der Schweiz eine komplexe Operation von Bauchspeicheldrüsenkrebs mit dem Roboter durchgeführt, wie das Universitätsspital Zürich am Dienstag mitteilte. Bislang wurden diese Tumore in der Regel mit einer grossen offenen, «klassischen» Bauchoperation entfernt. Der erste am USZ erfolgreich robotisch operierte Patient mit Krebs im Bereich des Bauchspeicheldrüsenkopfes ist ein 75-jähriger Mann, der sich insgesamt zehn Tage in stationärer Behandlung befand.

Bei Operationen mit dem «Da Vinci»-Roboter sitzen die Chirurgen an einer Konsole im Operationsraum. Sie steuern mittels spezieller Joysticks Kameras und unterschiedliche chirurgische Arbeitsinstrumente. Diese seien am Ende von Roboterarmen montiert, die durch bis zu sechs kleine Bauchwandöffnungen ins Operationsgebiet geführt werden, wie es weiter heisst.

Weniger Komplikationen und schnellere Erholung

Dass nun erstmals in der Schweiz eine der anspruchvollsten Bauchoperationen ausschliesslich mit minimalinvasiver robotergestützter Bauchchirurgie durchgeführt werden konnte, bietet den Patienten gewichtige Vorteile. «Man weiss heute, dass Patienten nach minimalinvasiven Operationen grundsätzlich weniger Komplikationen haben und sich schneller erholen als nach traditionellen offenen Operationen, die einen grossen Schnitt im Bauchraum erfordern», wird Pierre-Alain Clavien, Direktor der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie am USZ, in der Mitteilung zitiert.

Gemäss USZ ist das gerade bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse bedeutsam. Denn rund die Hälfte der Operierten ist nach dem offenen Eingriff für die anschliessende standardmässige Chemotherapie zu schwach. Das hat entsprechend fatale Folgen in der Tumortherapie.

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