ETH Lausanne beteiligt sich an Bau des weltweit stärksten Radioteleskops

In Südafrika und Australien wird auf der Fläche von insgesamt einem Quadratkilometer das grösste Radioteleskop gebaut. Es soll die Geheimnisse des Universums lüften. Beteiligt sind auch Schweizer Forscher.

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Das Radioteleskop-Projekt ermöglicht einen genaueren Blick in das Universum. (Symbolbild)

Das Radioteleskop-Projekt ermöglicht einen genaueren Blick in das Universum. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Es handle sich um eines der grössten und ehrgeizigsten wissenschaftlichen Instrumente des 21. Jahrhunderts, schreibt die ETH Lausanne (EPFL) in ihrer Mitteilung vom Montag. Die Hochschule ist seit April Mitglied der Organisation Square Kilometre Array (SKA) und wird die schweizerischen Beiträge zum Projekt im Auftrag der akademischen Gemeinschaft koordinieren. Neben der Schweiz sind 13 weitere Staaten beteiligt.

Das Projekt sieht den Bau von 130 Antennen mit einem Durchmesser von je 15 Meter in Südafrika vor, sowie 130'000 TV-ähnliche Antennen in Westaustralien. Dank dieser gigantischen Teleskopanlagen können nach Angaben der EPFL einige der grössten Geheimnisse des Universums mit einer nie dagewesenen Präzision untersucht werden.

«Dieses neue leistungsstarke Radioteleskop wird uns einen ganz neuen Einblick ins gesamte Universum ermöglichen», sagte EPFL-Professor Jean-Paul Kneib gemäss Mitteilung. Damit könnten die Entstehung von Planetensystemen um weit entfernte Sterne herum, das kühle Wasserstoffgas um Galaxien oder die Kerne entfernter Galaxien, die ein aktives supermassives Schwarzes Loch beherbergen, nachgewiesen werden.