Schweizer Studie zeigt: Corona-Patienten waren oft tagelang ansteckend, bevor sie sich testen liessen

Eine Studie von ETH und Kanton Basel-Landschaft zeigt, dass sich viele Infizierte zu spät testen lassen. Die Autoren raten dazu, den Corona-Test schon bei den ersten leichten Symptomen zu machen.

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Für die Studie wurden 520 Blutproben ausgewertet. (Symbolbild)

Für die Studie wurden 520 Blutproben ausgewertet. (Symbolbild)

fotolia

(wap) Die Daten beruhen auf einer Analyse der Proben, die Personen in den beiden Testzentren des stark betroffenen Kantons Basel-Landschaft abgegeben hatten. So habe man eine «Biobank» mit 370 Blutproben anlegen können, schreibt der Kanton Basel-Landschaft am Dienstag in einer Medienmitteilung. Dazu kamen 150 Proben von Blutspendern.

Eine erste Analyse, die als Vorabdruck veröffentlicht wurde, lasse nun darauf schliessen, dass die Tests eher spät erfolgt seien. Das heisst: Die Personen waren schon mehrere Tage lang ansteckend, bevor sie ins Testzentrum gingen. Weiter zeigen die Ergebnisse, dass bis zu achtzig Prozent der Infizierten keine schwere Symptome hätten.

Dunkelziffer tief halten

Studienautor Miodrag Savic betont, dass es wichtig sei, bei Symptomen erst mal zu Hause zu bleiben und den Corona Check des BAG zu machen oder einen Arzt zu kontaktieren und verweist auf die Handlungsanweisungen des Bundesamts für Gesundheit. Auch die SwissCovid-App leiste einen wertvollen Beitrag zur Früherkennung. Auf diese Weise könne man die Dunkelziffer von nicht entdeckten Infektionen möglichst tief halten.