Forscher finden neuen möglichen Therapieansatz für Alzheimer

Wissenschaftler der Universität Zürich (UZH) haben entdeckt, dass ein Enzym des Fettstoffwechsels die Gehirnaktivität beeinflusst. Funktioniert es nicht korrekt, wird die Lern- und Gedächtnisleistung eingeschränkt.

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Die neue Erkenntnis der UZH könnte die Behandlung von Alzheimer vorantreiben.

Die neue Erkenntnis der UZH könnte die Behandlung von Alzheimer vorantreiben.

Keystone

(sku) Bislang gibt es für kognitive Erkrankungen oder Krankheiten, bei denen Nervenzellen absterben, wie etwa Morbus Parkinson oder Alzheimer nur wenig effektive Behandlungen. Gemäss einer am Donnerstag publizierten Studie der UZH könnte sich dies nun ändern. Forscher haben herausgefunden, wie der Fettstoffwechsel die Aktivität neuronaler Stammzellen reguliert und damit die Gehirnentwicklung beeinflusst.

Durch die Überaktivität eines bestimmten mutierten Enzyms, das für die Bildung von Fettsäuren verantwortlich ist, sammeln sich durch das veränderte Enzym Fette im Zellinnern an. Das setzt die Stammzellen im Gehirn unter Stress und reduziert so ihre Teilungsfähigkeit. Dadurch werden weniger neue Nervenzellen gebildet, was bei betroffenen Patientinnen und Patienten die kognitive Leistungsfähigkeit einschränkt.

Die Wissenschaftler testeten die entsprechende Mutation des Enzyms an Mäusen und an menschlichen Hirnzellkulturen. Bei beiden Versuchen führte die Veränderung zu Lern- und Gedächtniseinschränkungen. Durch die Ergebnisse hoffen die Forscher nun, die Stammzellenaktivität künftig therapeutisch zu steuern, um sie zur Reparatur des Gehirns nutzen zu können. Der Mechanismus werde nun im Detail erforscht.