Neue Genmaissorten sind für die Umwelt nicht gefährlich

Gentechnisch veränderte Pflanzen, die zum Schutz vor Insekten mehrere Giftstoffe produzieren, sind für die Umwelt keine Gefahr. Zu diesem Schluss kommt ein Schweizer Forschungsteam. 

Hören
Drucken
Teilen
Ein Schweizer Forscherteam hat die Wirkung von neuartigem Gentech-Mais auf die Umwelt untersucht.

Ein Schweizer Forscherteam hat die Wirkung von neuartigem Gentech-Mais auf die Umwelt untersucht.

Symbolbild: Keystone

(wap) Für gutartige Insekten macht es keinen Unterschied, ob eine gentechnisch veränderte Pflanze eines oder mehrere Insektizide produziert, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt Agroscope am Donnerstag mitteilte.

Forscher haben die existierende Literatur ausgewertet und in den Studien nach Hinweisen darauf gesucht, ob neuartige Gentech-Pflanzen mit mehreren sogenannten Bt-Toxinen ihrer Umwelt schaden. Ausgewertet haben die Wissenschafter 58 Publikationen und zusätzlich Versuche im Labor und im Feld durchgeführt.

Befürchtet wurde, dass die von den Pflanzen produzierten Giftstoffe miteinander in eine Wechselwirkung treten könnten, die weitere Organismen schädigen könnte. Diese Befürchtung sei haltlos, so die Forscher. 

In der Schweiz sind gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft verboten, Feldversuche zu Forschungszwecken sind jedoch erlaubt. Das Moratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen läuft Ende 2021 aus. Es ist seit 2005 bereits drei Mal verlängert worden.