Zürcher Studie liefert Hinweise für Krankheitsverlauf bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten

Eine neue Studie, die in Zürich initiiert worden ist, liefert Ärztinnen und Ärzten schon bei der Aufnahme schwer erkrankter Patienten wichtige Informationen zum individuellen Risiko und für die Therapie.

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Eine Ärztin auf der Intensivstation des Spitals La Carità in Locarno.

Eine Ärztin auf der Intensivstation des Spitals La Carità in Locarno.

Keystone

(dpo/sat) Für ihre Studie haben Intensivmediziner des Universitätsspitals Zürich (USZ) Daten von 639 Coronapatienten untersucht, welche auf Intensivstationen in Europa behandelt wurden. Die Ergebnisse sollen Ärzten wichtige Informationen zum individuellen Risiko und für die Therapie schwer erkrankter Covid-19-Patienten liefern, schreibt das USZ am Freitag in einer Mitteilung. Für Matthias Hilty, Oberarzt am Institut für Intensivmedizin am USZ und einer der Autoren, sind die Resultate der Studie ein grosser Gewinn: «Die Ergebnisse unserer Studie geben Intensivmedizinern einen Kompass an die Hand, mit dem sie schon beim Eintritt des Patienten abschätzen können, welchen Verlauf bei ihm die Krankheit nehmen könnte», wird er in der Mitteilung zitiert.

Für die Studie analysierten die Ärzte Daten aus einem internationalen Register, in welches Intensivmediziner anonymisierte Daten ihrer Patienten eintragen und umgekehrt die Datenauswertungen abrufen können. Die Intensivmediziner des USZ hatten das Register bereits im März lanciert, zum Höhepunkt der Pandemie. Mittlerweile sind gemäss der Mitteilung des Zürcher Universitätsspitals daran 54 Zentren in 10 europäischen Ländern beteiligt.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels stand fälschlicherweise, laut derselben Studie würden rund zehn Prozent der Covid-19-Patienten lebensgefährlich erkranken und benötigten intensivmedizinische Behandlung. Diese Feststellungen des USZ in derselben Medienmitteilung basieren jedoch auf anderen Quellen. Die Redaktion entschuldigt sich für das Versehen.