Trotz kälterem Sommer: Schweizer Gletscher schmelzen weiter

Der Gletscherschwund in der Schweiz setzt sich unverändert fort. Daran ändert auch der etwas weniger heisse Sommer in diesem Jahr nichts.

Drucken
Teilen
Beim Aletschgletscher wurde im September 2020 die geringste Schneehöhe seit Messbeginn vor 100 Jahren gemessen.

Beim Aletschgletscher wurde im September 2020 die geringste Schneehöhe seit Messbeginn vor 100 Jahren gemessen.

PD

(sre) Auch im Sommer 2020 nimmt das Volumen der Schweizer Gletscher weiter ab, auch wenn wegen des etwas weniger heissen Sommers nicht ganz so dramatisch. Dies teilte die Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) am Freitag mit.

Verglichen mit den Jahren 2017 bis 2019 sei die Situation bei den meisten Gletschern zwar weniger gravierend gewesen. Schweizweit gingen gemäss SCNAT während der letzten 12 Monate dennoch wiederum fast 2 Prozent des gesamten Gletschervolumens verloren – «der negative Trend hält weiter an», konstatiert die Kommission. Seit 1960 haben Schweizer Gletscher so viel Wasser verloren, dass sich damit der Bodensee füllen liesse. Als Grundlage diente die Messung der Winter-Schneemenge und Schmelze auf über 20 Gletschern in allen Landesteilen.